Bad Nenndorf. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Rodenberg gehört zu den zehn Schulen, die in diesem Jahr mit einem Sonderpreis des Förderpreises „DLRG & Schule“ ausgezeichnet wurden. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) überreichte die Auszeichnung am Samstag (19. September) auf einer Preisverleihung in Bad Nenndorf. Mit dem Förderpreis würdigt die DLRG besonderes Engagement für den Schwimmunterricht und die Ausbildung von Kindern zu sicheren Schwimmern.
„Wer schwimmen kann, hat eine lebenswichtige Kompetenz hinzugewonnen. Umso wichtiger ist es, möglichst vielen Kindern den Zugang zu einer guten Schwimmausbildung zu ermöglichen. Die ausgezeichneten Schulen gehen mit gutem Beispiel voran und zeigen uns, wie das gelingen kann“, sagt DLRG Präsidentin Ute Vogt. Angesichts der Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Jungen und Mädchen am Ende der Grundschule noch nicht sicher schwimmen können, brauche es noch mehr engagierte Schulen wie die IGS Rodenberg.
Schwimmen auf dem Lehrplan
Dort beginnt die Schwimmausbildung im fünften Jahrgang. Schülerinnen und Schüler, die noch keinen Schwimmnachweis wie ein Schwimmabzeichen vorlegen können, nehmen zusätzlich verpflichtend am Projekt „100 %-ig Schwimmer/in“ teil. Im siebten Jahrgang steht Schwimmen erneut auf dem Stundenplan. Dann lernen die Jugendlichen eine weitere Schwimmart und beschäftigen sich mit der Selbst- und Fremdrettung. Weitere Angebote im Ganztagsbereich ermöglichen es ihnen, ihre Fähigkeiten auszubauen und neue Schwimmtechniken zu lernen sowie zusätzliche Schwimm- und auch Rettungsschwimmabzeichen abzulegen. Die DLRG Ortsgruppe Lauenau bildet die Lehrkräfte fort und erhält ihre Rettungsfähigkeit. Auch Erste-Hilfe-Ausbildungen gehören zur Kooperation.
„Wir freuen uns sehr über den Sonderpreis und als Preisträgerin im Rahmen des Förderpreises ‚DLRG & Schule‘ erneut ausgezeichnet zu werden. Die Auszeichnung ist für unsere Schule eine besondere Anerkennung: Vor allem vor dem Hintergrund der seit Jahren zu beobachtenden sinkenden Schwimmfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen und einer anhaltend hohen Zahl von Badetoten erachten wir die Zusammenarbeit mit der DLRG Ortsgruppe Lauenau als wichtigen Baustein und Gewinn für unser Schulkonzept“, sagt Ina Letkemann, Schulleiterin der IGS Rodenberg.
Laudator Matthias Stoll, Leiter Prävention und Ausbildung beim DLRG Bundesverband, lobte besonders den langfristigen Ansatz der Preisträger-Schule: „Die IGS Rodenberg zeigt uns, wie die Schwimmausbildung langfristig gelingen kann. Die Schule fängt gezielt diejenigen Schülerinnen und Schüler auf, die noch nicht sicher schwimmen können, und bietet ihnen auch über den regulären Unterricht hinaus weitere Möglichkeiten.“
Gemeinsam für mehr Schwimmsicherheit
Den Förderpreis „DLRG & Schule“ vergibt die DLRG alle zwei Jahre an Schulen, die sich für die Schwimmausbildung ihrer Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise einsetzen. Mit der Auszeichnung können die Preisträger öffentlich für sich werben.
Eine fachkundige Jury bewertete die Bewerbungen der Schulen. Zu den Kriterien gehörten unter anderem die Vermittlung des sicheren Schwimmens, das Schwimmkonzept der Schule, die Qualifikation der Lehrkräfte sowie die Präventionsarbeit. Zudem berücksichtigt die Jury, wie regelmäßig unterschiedliche Jahrgänge Schwimmunterricht erhalten und ob die Schulen mit außerschulischen Partnern zusammenarbeiten.
Die DLRG setzt den Förderpreis gemeinsam mit Partnern aus dem Bereich Schwimmsport und Sportausstattung um. Dazu zählen Sport-Thieme und BECO, die den Wettbewerb unterstützen.
Fotos von der Preisverleihung für die Berichterstattung gibt es im DLRG Medienportal.
Über die DLRG Die DLRG als private Wasserrettungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Hierfür klären ihre ehrenamtlich Aktiven über Wassergefahren auf, bringen Menschen das Schwimmen bei und bilden sie im Rettungsschwimmen aus. Zudem wachen mehr als 50.000 Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer jährlich 2,6 Millionen Stunden über die Sicherheit von Badegästen und Wassersportlern. Sie engagieren sich darüber hinaus in der örtlichen Gefahrenabwehr und bilden Einheiten der rund 80 DLRG Wasserrettungszüge für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Die DLRG zählt derzeit über 640.000 Mitglieder. Mehr als 1,3 Millionen Förderinnen und Förderer unterstützen die lebensrettende Arbeit mit Spenden. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
Pressekontakt: Martin Holzhause Leiter DLRG Pressestelle Telefon: 05723 955 – 442 Mobil: 0162 175 12 04 E-Mail: presse@dlrg.de
